Bunkermuseum Hanstholm

by Michel
Published on: Dezember 14, 2010
Kategorien: Museen
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38 cm Kanone der >Bismarck-Klasse< produziert zur Aufrüstung der Gneisenau
Ausgestellt in Hanstholm, Dänemark.

Beeindruckend wenn man davor steht, wirklich.
Wer mal nach Nord-Jütland reisen möchte kann sich hier informieren:

Hanstholm 1

Die Batterie war wohl mit 4 Stück 38 cm Kanonen und 4 Stück 17 cm
und etlichen 10,5 cm Kanonen und Flak
und mit 600 Mann Batteriebesatzung eine der größten landgestützten Batterien aller Zeiten.

Der oben abgebildete Lauf war nicht von Hanstholm, nur baugleich.
Er ist in Kopenhagen auf einem Eisenbahngelände gefunden worden und hier aufgestellt.

Als ich das erste mal dort war, war dies noch nicht der Fall.
Was für eine Überraschung als ich das zweite mal kam.

Ein Modell wie die Geschütze aufgestellt waren:

Und so sehen zwei der Stellungen Heute noch aus (2 sind verschüttet):


Bei Beiträgen auf dieser Seite, die deutsche und dänische Geschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs und des 3. Reichs behandeln habe ich folgende Stellungnahme verfasst, die sich auf allen Artikeln zu diesem Thema wiederholen wird:

Ich habe mich viel umgeschaut wie andere deutsche Internetauftritte das Thema behandeln und habe speziell zum Thema Deutsche, Dänen und 20. Jahrhundert teilweise eine etwas andere Auffassung wie es öfters wo anders niedergeschrieben wird.
Muss man etwas dazu sagen wenn man über deutsche Kriegsanlagen im europäischen Ausland berichtet ?
Ich denke nicht unbedingt, das geschichtliche und technische Interesse an solchen Anlagen oder Museen sollte ausreichend Grund dafür sein. Da dieses aber oft und fast ausschliesslich von Deutschen getan wird will ich das Thema aus meiner Sicht nicht unbeantwortet lassen.

Ich kenne durch viele Reisen und durch zweimaligen Besuch jährlich bei dänischen Motoradfreunden einige Dänen persönlich sehr gut. Es bestehen dauerhafte Freundschaften.
Weder die Dänen die ich näher kenne, noch welche mit denen ich in verschiedenen Museen Unterhaltungen geführt habe, sind der Meinung das man sich schwer getan hat in Dänemark Museen oder Ausstellungen zu errichten die dieses Thema dokumentieren. Man sieht auch im allgemeinen den Wehrmachtssoldaten der einmal hier bei der Besetzung des Landes dabei war nicht als ein Monster, sondern eher als selbst Bemitleidenswerten Zeitzeugen dieser grausamen Zeit.
Dies ist kein Herunterspielen der historischen Schuld, die bleibt bestehen. Es ist einfach ein Eindruck den ich in Gesprächen herausgehört habe.
Und natürlich kommt es hierbei auch auf den Gesprächspartner an. Ein sensibles Gefühl für solche Dinge muss man haben wenn man sich als Deutscher in Europa über dieses Thema unterhalten will.

Es gibt sicherlich tiefe Wunden, jedoch lässt man sie uns Deutschen in Dänemark nicht so sehr spüren wie an manchen anderen Orten in Europa.
Ein klare Distanzierung von den politischen und militärischen Geschehnissen durch das 3. Reich sind hierbei die Grundlage jeder Diskussion.
Jedoch verlangen die Dänen nach meiner Beurteilung keine Zurückhaltung.
Im Gegenteil, ich habe sehr oft erfahren das man ehr die Abkapselung und Zurückhaltung der deutschen Touristen etwas befremdlich findet. Und die Dänen mögen es nicht wenn man selbstverständlich davon ausgeht das sie Deutsch mit einem sprechen.
Ich habe mehrmals von Dänen zu hören bekommen “Deutsche sprechen kein Englisch”
Ich sagte doch, das tun fast alle, jeder lernt es in der Schule.

Dies mag beim Bäcker oder Kofmann in einer Touristenhochburg an der Küste so sein, das ist der Job der Leute.
Will man aber mit Einheimischen reden, die nichts mit Tourismus zu tun haben, dann sollte man sein Englisch bemühen, das kommt immer gut an. Auch wenn der Däne oder die Dänin nachher gut Deutsch sprechen und man dann auf Deutsch die Unterhaltung weiterführt.

Ansonsten ist ein gesundes Selbstbewusstsein willkommener als unsichere Zurückhaltung. Diese wird von vielen Dänen ehr belächelt.
Es gibt auch viele denen die Deutsche Tourismusflut im Sommer zu viel wird, wenn sie nichts mit der Branche zu tun haben. Die Gastronomie und Orte werden überflutet, aber Kontakt zur Bevölkerung gibt es ausser beim Shopping oder Essen gehen mit denjenigen die beruflich damit zu tun haben kaum. Wenn man mit den Menschen in Kontakt tritt und sich kennenlernt ist es sicherlich eine Entspannung für diese Situation.

Sprechen Sie die Dänen an, sie sind offen und gerne lustig, fragen Sie die Dänen was sie denken, trinken Sie ein Bier im Hafen mit ein Paar alten Fischern. Einfach zuprosten und SKOL sagen anstatt Prost, das ist wichtig. Sie werden ein Lächeln und einen Gruß zurück bekommen.

Wir tragen historische Schuld in dem Land, jedoch keine Persönliche. Dessen bewusst kann man durchaus, sich gleichberechtigt fühlend, mit Dänen, nicht nur, aber auch über Geschichte unterhalten.


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